Prof. Dr. rer. nat. Eleysius Bornkamp, h.c

Der Jagdtrieb beim Venator

Ein Kuriosum ersten Grades ist der Trieb, der den Homo Egeiro Kynigos innewohnt. Nicht nur, das sie mit ihren körperlichen Begabungen und erweiterten Sinnen explizit geeignet sind, andere erwachte Kreaturen zu entdecken und zu verfolgen, Venatoren werden von ihrer Natur dazu gezwungen.

Der wohl häufigste, wenn auch unzureichende, Vergleich ist der zum Spieltrieb einer Katze oder zum Jagdtrieb eines Hundes. In jedem Venator wächst mit der Zeit ein Drang an, Dinge zu verfolgen und zu unterwerfen. Er ist bei verschiedenen Exemplaren verschieden ausgeprägt, doch ist allen gemein, das er stärker wird, wenn man ihm nicht nachgibt.

In extremen Fällen wird irgendwann jede schnelle Bewegung zum Ziel, man hat sogar davon berichtet, dass, von unaufhaltsamem Jagdtrieb gepackt, überreizte Venatoren vorbeifahrende Motorradfahrer auf Autobahnen angefallen haben – oft mit tödlichem Ausgang für beide Beteiligten.

Manche Quellen berichten, dass ein gut ausgelebter Jagdtrieb eine Art erweitertes Fangen- und Parcourspiel sein kann, und gemäß Andeutungen aus der Antike müssen Venatoren in die Gesellschaft integrierbar sein. Doch überwiegt gerade in moderner Zeit immer wieder das Bild vollkommen derangierter Monster, die, Sklaven ihres Instinkts, unschuldige Erwachte bis zur Erschöpfung hetzen, und dann auf unterschiedliche grausame Methoden ermorden.

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Sensorische Begabung bei Venatoren

Der Ursprung der Bezeichnung Venator (lateinisch, „Jäger“) kann historisch nicht festgelegt werden, obwohl der Grund für den Namen offensichtlich ist. Homo Egeiro Kynigos zeichnen sich vor allem durch ihre Begabung für und ihren Instinkt zur Jagd aus.

Wichtigste Begabung eines Venators ist ihr sog. „Jagdsinn“, ein zusätzliches, von Trägern nur zu meiner Unzufriedenheit beschreibbares Gespür für andere Erwachte. Unter normalen Umständen weiß ein Venator jederzeit um Richtung und Abstand aller erwachten Wesen in etwa einer Landmeile Abstand um ihn herum Bescheid. Darüber hinaus kann er auch noch die ungefähre Stärke der jeweiligen Begabung bestimmen und erkennen, ob sie eher mentaler oder physischer Natur ist. Manche besonders markante Begabungen (wie beispielsweise andere Kynigos) kann ein erfahrenes Exemplar sogar exakt bestimmen.

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Allgemeines über Venatoren

Der Venator (Homo Egeiro Kynigos, lit. „erwachter Jäger“) ist eine außergewöhnliche Subspezies des Homo Egeiro, oder, im Laienvokabular, des Erwachten Menschen. Als eins der Talenti Majora ist sie wie die meisten großen Begabungen erblich und tritt selten spontan auf. Ein Ursprung für den genetischen Faktor konnte bisher nicht sicher belegt werden, doch die Theorien reichen vom theologischen (Venatoren als Götterboten, Gesegnete, Verfluchte, Bestrafte) über das Banale (vergl. Comic-Superhelden) bis zum paranoid-fantastischen (Aliens, transdimensionale Wanderer, etc.).

Venatoren werden wegen ihrer außergewöhnlichen Begabung historisch entweder verehrt oder verfolgt und grenzen sich dadurch oft in Charakter und Kultur ähnlich stark von anderen Homo Egeiro ab wie in ihren Fähigkeiten.

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