Venatoren

Auszug aus der Chronik „Die erwachte Welt – Band 2: Katalogisierung der Rassen und Fähigkeiten“ von Wilhelm, Cornelius Ackermann, Gelehrter und Hexer (2003)

Venatoren zeichnen sich vor allem durch ihr Gespür aus, das ihnen erlaubt jeden Erwachten und jede erwachte Kreatur in ihrem Umkreis genau zu lokalisieren und zum Teil auch zu analysieren. Des Weiteren besitzen sie einen schier unerschöpflichen Drang zu jagen. Einmal entfesselt, verwandelt er einen Venator in ein, auf die Jagd fixiertes, Raubtier, das erst dann wieder unter Kontrolle zu bringen ist, wenn es seine Beute erlegt hat. Interessanterweise, scheint hierbei der Tod der Beute nicht zwangsläufig erforderlich zu sein, was erklärt, wieso es immer wieder traumatisierte Opfer, dieser Übergriffe gibt. Mit zunehmendem Alter scheint die Häufigkeit für Gewalttaten und fortgeschrittener Geisteskrankheit, die zumeist brutale, unmenschliche Massaker anrichtet, zuzunehmen. Gleichzeit steigen mit dem Alter auch die Fähigkeiten eines Venators, was es zu einer üblichen Praxis hat werden lassen, Venatoren schon kurz nach ihrem erwachen zu töten, bevor sie in die Lage kommen ihrerseits ein Blutbad anzurichten. Eine weitere Eigenart dieser erwachten Spezies scheint es zu sein, dass sie irgendwie über eine Art kollektives Gedächtnis verfügen. So berichten einige, sie würden Dinge in ihren Träumen erleben, die ein anderer Venator selbst auch erlebt hat. Unklar ist, ob es sich hierbei nur um eine weitere Psychose handelt, die das Venatorensein mit sich bringt oder um eine reale Verbindung. Es steht zu vermuten, dass es eine genetische Komponente gibt, die sich vererbt und diese erwachte Form hervorbringt. In den seltenen dokumentierten Fällen, in denen Venatoren Kinder gezeugt oder geboren haben, entwickelten diese fast immer die Fähigkeiten des Venators. Dies lässt die Vermutung zu, dass das Venatorengen, wir gehen im weiteren davon aus, dass ein solches Gen existiert, dominant vererbt wird.
Sollte man selbst einem Venator begegnen, sollte man vermeiden in Panik zu geraten oder gar wegzulaufen. Ähnlich wie bei wilden Tieren, löst jeder Fluchtversuch sofort den Jagdtrieb aus. Deshalb heißt die oberste Regel: Ruhe bewahren und sich möglichst passiv verhalten. Hilfe rufen, wenn möglich.

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